Hypokrates: Wenn die Gier zum Verhängnis wird

Genre: Belletristik/Krimi
Preis: 24,70 €
Format: 14,8 x 21 cm
Umfang: 304 Seiten
Hardcover – gebunden
Autor: Michael Gärtner
ISBN: 978-3-939912-09-5
vive!verlag 2009
Bestellen:
Bei Amazon kaufen
Bei Weltbild kaufen
In Ihrer Buchhandlung kaufen
Beim vive!verlag bestellen
Presse:
Pressespiegel
14 Tage im „Leben“ eines Versicherungs- und Finanzkonzerns. Wenn Gier nach Geld, Macht und Anerkennung sich zu einem perfiden Gerüst aufbaut, das mit Betrug, Veruntreuung und sogar Mord Richtfest feiert. Wenn diese Gier ein Luftschloss nach dem andern hervorbringt, das nach außen edel und vertrauenerweckend strahlt, innen jedoch nach Fäulnis und Korruption schmeckt. Und wenn sich einige Accessoires in völlig substanzlosen, gleichwohl aber mit vergifteten Böden ausgestatteten Räumen zu einem vagen Bild vereinen, das nur einen winzigen Ausschnitt unserer Wirtschaft, unserer Gesellschaft, unserer Welt spiegelt …… dann ist es an der Zeit, dass ein gewiefter Querdenker wie der Erste Hauptkommissar Maarten Gerber „Leichen“ nicht nur obduzieren lässt, sondern sie „aus dem Keller“ ans Licht der Öffentlichkeit bringt.
Das Erstlingswerk von Michael Gärtner.
Über den Künstler
Michael Gärtner
Michael Gärtner, Jahrgang 1949, ist in Oberhausen/Rhld. geboren und aufgewachsen. Seine Ausbildung absolvierte er in Duisburg-Essen. Seit 1974 arbeitete er für die Versicherungswirtschaft in unterschiedlichen Funktionen und war bei zwei großen Gesellschaften angestellt, zuletzt als Vertriebs-Direktor.weiter lesen »
Leseprobe
Sie lag sterbend in seinen Armen. Aus einem Ohr sickerte Blut; es bahnte sich auf seinem rostfarbenen Anorak ein Dutzend Wege und bildete vor den Wollbündchen an Bauch und Hüften ein schwarzrotes Delta. Der fragende, ungläubige Blick, mit dem ihn die Fünfzigjährige minutenlang ansah, würde ihn den Rest seines Lebens begleiten. Und nicht nur begleiten. Verfolgen! Ganz sicher würden ihn ihre Augen, würde ihn dieser Blick niemals wieder loslassen. Das stand für ihn fest, schon bevor sie die Augen schloss, ihr Kopf zur Seite fiel und ihr Körper die letzte schwache Spannung verlor.
Als ihn am Tag zuvor ihr Anruf erreichte, hatte er es kaum glauben können. Zuletzt waren sie sich nämlich vor eineinhalb Jahren begegnet – bei der Schulabschlussfeier der gemeinsamen Tochter. In der Rudolf Steiner Schule in Hamburg-Nienstedten. Bei ihrem Anruf, der in Wahrheit eine Einbestellung war, hatte sie ihn heftig angefaucht, und ihre Stimme hatte dabei wieder einmal steinhart, eiskalt und unversöhnlich geklungen: »Ich hab da was entdeckt und will mit dir darüber reden. Gleich morgen! Wir treffen uns auf der Landungsbrücke in Teufelsbrück an der Elbchaussee. Bei schlechtem Wetter in der kleinen Kneipe auf dem Restaurantschiff. Um 19:00 Uhr. Sei pünktlich!« Dann hatte sie aufgelegt und damit nicht einmal eine winzige Reaktion zugelassen. Er hatte die ganze Nacht kein Auge zugetan, sich im Bett herumgewälzt und darüber nachgedacht, was sie wohl entdeckt haben könnte. Sie waren in derselben Firma beschäftigt. In einem riesigen Unternehmen, in dem man sich nicht unbedingt oft begegnet, in ganz unterschiedlichen Abteilungen. Sogar in völlig anderen Ressorts. Sie war in der Buchhaltung tätig und dort zuständig für Spesenabrechnungen der leitenden Angestellten. Aber Spesen konnte er kaum einmal geltend machen und ein Leitender war er schon gar nicht. Was wollte sie also von ihm? Was konnte sie schon „entdeckt“ haben? War es möglich, dass sie neuerdings eine andere Aufgabe hatte und jetzt mit dem firmeninternen Scheckauszahlungsverfahren befasst war? Aber selbst wenn: Passieren konnte da eigentlich nichts.
Oder etwa doch?
Pressestimmen
"Der Blick hinter die Kulissen dürfte Autor Michael Gärtner leicht gefallen sein, schließlich ist er seit 1974 für die Versicherungswirtschaft in unterschiedlichen Funktionen, zuletzt als Vertriebsdirektor, tätig gewesen." - markt intern/ Versicherungstips Ausg. 32 XXVI
Weitere Werke von Michael Gärtner
Gesellschaftsliteratur
Hypokrates: Wenn die Gier zum Verhängnis wird
14 Tage im „Leben“ eines Versicherungs- und Finanzkonzerns. Wenn Gier nach Geld, Macht und Anerkennung sich zu einem perfiden Gerüst aufbaut, das mit Betrug, Veruntreuung und sogar Mord Richtfest feiert.Die letzten Artikel von Michael Gärtner aus dem vive!blog
- Leseprobe [Hypokrates, wenn die Gier zum Verhängnis wird] vom 09.09.2009
- Mein erster Roller vom 09.09.2009

