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Mangas, Mangas, Mangas – die Leipziger Buchmesse

von Daniel Oliver Habenicht 26 März 2010 3 Comments
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Daniel Oliver Habenicht

Seit zwei Tagen ziehe ich das rechte Bein nicht mehr nach, der Muskelkater vom vielen Stehen und Rumlaufen geht allmählich zurück. Die Aufregung der Messe legt sich und ich befinde mich in einer Grauzone zwischen Nachbearbeitung und neuen Aufgaben. Was bleibt hängen von der Messe? Ein Wirrwarr von Eindrücken, Menschlichkeiten, Gefühlen und Vorhaben. Bücher. Viele Bücher. Und natürlich: Massen von jungen Leuten in den verrücktesten Kostümen, umringt von diversen Kameras – seit Jahren die heimlichen Helden der Messe. Ich bin jedes Mal fasziniert von der Vielfalt und dem schier nicht enden wollenden Einfallsreichtum dieser Hardcore-Mangafans. Obwohl, so meine ich, die Manga-Euphorie ebbt langsam ab. Was kommt danach? Wir werden sehen.

Unseren Stand teilten wir mit dem gONZo Verlag [wer?] und dem überaus sympathischen Krimi-Autor und Selbstverleger Richard K. Breuer [wer?] aus Wien. Miriam, Eva, Dominik (gONZo), Stefan (Kreisklassenhölle [gONZo]), Andreas, Daniel (vive!verlag), Daniela (Good Morning Dornröschen [vive!verlag]), Iko (OCH NÖ … [vive!verlag]) und Richard machten es sich während der vier Tage auf den vier qm des Stands gemütlich und vertrieben sich die Zeit mit jeder Menge Unsinn, netten Sach- & Fachgesprächen, Spontanlesungen und Gedanken über die Unterschiedlichkeiten der Standakteure. Skepsis & Nabelschau in Wechselwirkung mit Sympathie & Herzenswärme. Sehr schön.

Von außen betrachtet gewinnt der vive!verlag langsam an Profil. Die Richtung wird klarer: Gegenwartsliteratur – Geschichten, die das Leben schreibt. Und was für Geschichten: Kansbar Wyderle durchschreitet in seinem Lebensroman “Zilpzalp im Weidenlaub” mit seinem Protagonisten ein ganzes Jahrhundert. Dem gegenüber beschreibt Daniela Kögler in “Good Morning Dornröschen” mit leichter Feder – jedoch nicht weniger intensiv – wenige Wochen einer jungen Ausreisserin auf der Flucht vor sich selbst. Als Sahnehäubchen stellt sich Iko mit “OCH NÖ …” bereit und verarbeitet die unterschiedlichen Facetten des Menschseins in Märchen und Gedichten über Quarktaschen, Meerjungfrauen und Weinbergschnecken. vive!

Gemeinsam mit Andreas Kreimendahl (Stimme des kleinen Stints in Leipzig & Köln) nahmen sie das erste Mal bei “Leipzig liest” teil und hinterliessen einen faszinierten, packenden mindestens aber auch einen bleibenden Eindruck.

Ich freue mich auf Leipzig 2011!

Danke Miriam, Eva, Daniela, Andreas, Richard, Boris, Hr. Wyderle, Iko, Stefan, Andrea, Georg (Wulf & Partner), Ines, Mareike, Bernd, Daniel (VA die Werkstatt), Boris (Liberta), Dagmar (Tessloff), Simone, Leander (Kulturmaschinen), Arnold (Pahl Rugenstein Verlag).

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3 Kommentare »

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  • vive!verlag said:

    Weitere Gedanken findet ihr im Freitagsblog, http://www.freitag.de/community/blogs/danielh/mangas-mangas-mangas–die-leipziger-buchmesse

  • Richard K. Breuer said:

    Nach der Buchmesse ist vor der Buchmesse :-)
    Schauen wir mal, was die Messe denn so gebracht hat, in verlegerischer Hinsicht gesprochen. Menschlich hat mich die Messe überzeugt. Man trifft nicht jeden Tag so nette Buch-Menschen aus Lüneburg und Mainz :-)

    Servus aus Wien

  • Leipziger Buchmesse 2010: ein intimer Rückblick « richard k. breuer said:

    [...] Gefällige Erwähnung finde ich bei Stefan Möller in seinem Blog Hedoniker und bei lovelybooks (blog); sollte jemand den Beitrag von Stefan Gaffory über die Leipziger Buchmesse lesen wollen – er ist Autor beim gONZo-Verlag und war einer der WG-Mitgenossen – dann ist darauf hinzuweisen, dass der gute Mann knochenehrlich amüsant ist und sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Eine kommentierte Bilder-Strecke vom gONZo-Verlag ist hier zu bewundern: link. Der Rückblick des vive!-Verlags ist hier zu lesen: link. [...]